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Alte Musik - Blockflöte Pur

Die Blockflöte hat als wandlungsfähiges Instrument schon immer auf vielen Gebieten eine Rolle gespielt: als volksnahes Instrument (z. B. der Sephardim), als Instrument der Troubadoure, des Bürgertums in der Renaissance und der Berufsmusiker in der Barockzeit. Ob sie nun in notierter Musik oder in der Improvisation verwendet wurde - im Laufe der Jahrhunderte diente sie vor allem der Darstellung des Übernatürlichen, des Todes (Ofrenda) und der Liebe (La Rosa) sowie der Imitation von Naturgeräuschen (van Eyck).

Als ein besonderer Vorzug wird immer wieder die Fähigkeit der Blockflöte hervorgehoben, den Gesang nachzuahmen. Die singende Spielweise galt daher als Ideal - wobei damit nicht ein einförmiger Klang, sondern gerade ein möglichst breites Spektrum an Klangfarben und variable, abwechslungsreiche Artikulation gemeint ist: „Und wie der Maler die Werke der Natur mit verschiedenen Farben nachahmt, kann das Instrument den Ausdruck der menschlichen Stimme durch die Atemgebung und durch Schattieren des Tones imitieren” (Sylvestro Ganassi)